Vereint in Quito

Aterrizado. Landed.

Soviel verrät mir der Bildschirm am Flughafen von Quito. Flurinas Flugzeug ist sicher gelandet, sie ist bereits auf ecuadorianischem Boden und sehr bald werde ich sie endlich in die Arme schliessen können. José und ich begeben uns vor die Türe der Arribos internacionales/International arrivals und warten gespannt. Jedes Mal wenn die Türe aufgeht steht mein Herz still. Aber nein — es ist nur der Pilot. Und der Passagier aus der Business Class. Und das Kind, das von einer Stewardess begleitet wird. Und und und. Hat Flu vielleicht ihr Gepäck nicht bekommen? Oder ist etwas beim Zoll schief gelaufen (schliesslich wusste ich, dass sie Käse für uns im Gepäck hatte)? Blöde Fragen beginnt man sich zu stellen, vollkommen unrealistisch.

Die Zeit vergeht langsam, zu langsam, wenn man etwas mit so viel Vorfreude erwartet.

 

Aber dann endlich ging die Schiebetüre auf und da kam sie heraus, wackeren Schrittes, ihren liebsten Rucksack tragend und mit dem grössten Lachen auf dem Gesicht, das ich je bei ihr gesehen habe.

 

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Wiederseh in New York

Wär hätti je dänggt, wo mir uns vor über mne Johr in Basel verabschiedet hän, dass mir uns in New York wieder träffe würde?

Damals sin d USA nid mol uf unserer Reiseroute gstande. Won ich allerdings ghört ha, dass dr Kaspar und d Fabienne im April uf New York göhn und d Salome au in däm Monet uf ere Studiereis dört verbigo wird, han ich plötzlich afo Plän schmiede. Worum au nid uf New York — e Wältstadt wo mich scho immer greizt het — wenn mir das au no mit mne Träffe vo däne liebe Lüt verbinde könnte? S Flugticket nach San Francisco hän mir jo scho ka und vo dört an d Ostküste isch es fascht e Katzesprung.

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Von Chomrong nach Bamboo

Um 6 Uhr früh klingelt der Wecker und reisst uns aus dem wohligen Schlaf: Ein neuer Wandertag steht bevor. Die kühle Morgenluft und die noch vom Vortag verschwitzten Trekking-Kleider laden nicht gerade zum Aufstehen und Anziehen ein. Doch da müssen wir jeden Morgen durch, und so schälen wir uns, wenn auch mit einigen Seufzern — denn der Schlafsack ist doch sehr warm und kuschelig — aus dem Bett.

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Ein Blick zurück

Als ich in der Primarschule war, wurde mir erzählt, dass die Lehrerin der Parallelklasse die Schule verliesse, um auf eine Weltreise zu gehen. Es muss das erste Mal gewesen sein, dass ich mit diesem Wort konfrontiert wurde. Als kleines Mädchen konnte ich nicht verstehen, wieso jemand von hier, wo ich mich so wohl und behütet fühlte, weggehen wollte. Zudem wurde mir zum ersten Mal bewusst, wie gross die Welt ist, als ich mir vorstellte, wo diese Lehrerin überall hingehen würde. So verspürte ich das Gefühl der Weite und des Unbekannten in mir, was mich damals sehr beängstigte.

Heute beängstigt es mich immer noch. Aber gleichzeitig löst es in mir auch eine Sehnsucht aus, einen Drang dieser Weite, diesem Unbekannten, dieser Freiheit zu begegnen. Der Ruf der Fremde lässt mich nicht mehr los und obwohl ich mich immer noch wohl fühle in der Schweiz, weiss ich jetzt – gut fünfzehn Jahre später – dass man das Zuhause, die Freunde und die Familie verlassen muss, um andere Gegenden der Welt zu entdecken.

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